Die Quadratur der Farbe Liebe – Charaktere und der 1st Draft

So, das Board steht, die Story ist im Kopf schon geschrieben, was braucht es noch?

Nun, eigentlich nichts mehr. es kann los gehen. Einen Schritt den ich jedoch noch gemacht habe ist der ein Charakter-Board zu erstellen. Darauf werden alle Charaktere die vorkommen (Okay, die Storytechnisch vorkommen) in Verhältnis zueinander gesetzt. Das sieht dann für „Die Quadratur der Farbe Liebe“ so aus:

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Ist schon ein wenig Chaotisch, aber so hat man halt immer direkt einen Überblick ob das was man schreibt so Sinn macht. Eine Sache hab ich während dem schreiben noch dazu gepackt, Wolfgang und Jupp sind nun auch noch Vater und Sohn.

Danach geht es dann daran zu schreiben. Ich habe versucht jeden Werktag von 10-12/13Uhr zu schreiben, und das auch bis auf wenige Ausnahmen geschafft. Dazu habe ich eine Playlist mit Songs auf Youtube angelegt die ich dann immer im Hintergrund habe laufen lassen (Tipp, Playlisten auf Youtube im Random abspielen lassen mit dem Youtube-Randomizer von Valami.info). Damik komme ich immer direkt wieder in das richtige Mindset und kann mich vollkommen auf die Story einlassen. Ich habe während des gesamten 1st Draft nur die bereits geschriebenen Sachen nochmals gelesen wenn ich wichtige Situationen hinzufügen musste auf die ich mich später beziehe. Ansonsten ist es ein einfaches runter schreiben der Geschichte.

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Vorgestern bin ich fertig geworden. 67 Seiten. Das ist gut, brauche ich doch 90 (für 90 Minuten Film). Heißt ich kann als nächstes das Drehbuch komplett überarbeiten, von der ersten Zeile bis zur letzten. Dabei kann ich dann die Story fixen, falsche Namen (passier) ändern, Storylöcher fixen. Das kommt als nächstes. Erst muss ich aber den Kopf ein wenig Frei von der Story bekommen, weswegen das Drehbuch erst mal ein paar Tage in der virtuellen Schublade bleibt. Bis übernaächste Woche oder so.

Drehbuch Die Quadratur der Farbe Liebe – Das Board

Die Quadratur der Farbe Liebe ist ein episches Drehbuch das ich gerade schreibe. Es behandelt Themen wie Sexualität (hetero, lesbisch, schwul, sowie bisexuell) sowie Rassismus inklusive Alltagsrassismus. Es basiert auf einer recht aktuellen Idee und ein paar älteren die ich schonmal als Drehbuch angeplant hatte, bei denen aber genau das fehlte was die neue Idee dazu gebracht hat. Also, keine Idee ist verloren, kein Gedanke umsonst gedacht 🙂

Vorgehensweise

Einiges was sonst an Vorarbeit anfällt ist hier schon weggefallen. So habe ich die Figuren der alten Version erst mal übernommen un dann den neuen Sachen angepasst, ich musste also nicht jeden Charakter von Grund auf planen. Mach ich aber auch sonst nicht. Meist weiß ich nicht viel über die Charaktere, sondern füttere sie während der Ideensuche und der Boardphase immer mehr aus. Wie gesagt, das brauchte ich hier nicht. Ausserdem hatte ich die Grundidee schon als Textdatei, an der ich mich entlanghangeln konnte und dann die neuen Sachen passend dazwischen schieben. Erst mal wird aber das Board vorbereitet.

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Das Board ist dabei in vier Teile geteilt. Das obere Viertel sind die ersten 22% des Drehbuches, und in der klassischen Filmdramaturgie der erste Akt. Der zweite Teil ist die erste Hälfte des 2. Aktes bis zum Mittelpunk, 50%, was auch meist der Höhepunkt ist. Der dritte Teil ist dann der zweite Teil des 2. Aktes, hier geht alles irgendwie den Berg runter. Das geht bis zu 77%. Im vierten Teil, und somit dem 3. Akt geht es dann darum das alles mehr oder weniger wieder gut wird. Im groben. Auf dem Board werden dann bestimmte feste Punkte angebracht. An diesen Stellen muss was bestimmtes passieren. Ein Beispiel wäre der Punkt „All is lost“ bei 68%. Das ist der niedrigste Punkt in der Story. Der Fall vom Höhepunkt bei 50% sollte also nicht zu gering sein.

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Das Board wird dann nach und nach mit Szenen und Stichworten aufgefüllt, welche die spätere Story beschreiben. Eigentlich würden die Karteikarten zweifarbig beschrieben um A- und B-Story auseinander zu halten. Da DQdFL aber kein Dramatisches Drehbuch ist, sondern ein Episches benutze ich hier vier verschiedene Farben, jedes für eine Storyline. Dramatische Drehbücher (nur um das eben zu klären) haben eine Hauptfigur welche durch die Story verändert wird (Fast jeder Hollywoodfilm, und sehr viele andere). Epische Drehbücher haben mehrere gleichgestellte Hauptfiguren. Meist werden epische Ideen jetzt jedoch als Serien geschrieben (wisst ihr noch wie ihr gedacht habt Eddart wäre die Hauptfigur bei GoT? Epic. Jede Hauptfigur ist gleichberechtigt, und kann auch ruhig sterben.) Epische Drehbücher reichen von Episodisch bis nah an der Dramastruktur, in allen Zwischenschritten. Ich würde DQdFL nahe am Drama platzieren, halten sich die vier Geschichten, die natürlich miteinander verwoben sind, doch recht stark an der Dramastruktur.

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Fast voll (da sind jetzt noch ein paar Karten dazu gekommen, und werden wohl auch noch) sieht das dann so aus wie oben. im Dritten Akt sind immer mehr Karten zwei oder sogar dreifarbig, da die Situationen für mehrere Stränge ausschlaggebend sind. Wenn das Board so weit ist gehe ich die kompletten Schritte im Kopf durch, schaue ob die Geschichte so funktioniert. Helfen tut mir dabei immer folgendes:

Der Song läuft bei jedem Drehbuch das ich schreibe. Er ist vom Aufbau perfekt, da er immer die Stimmung rüber bringt die das Drehbuch haben muss. Und das vom Timing her fast passgenau. Heißt: Der Song läuft, und ich denke die Story im Kopf durch. Das mit dem Timing bekomm ich jetzt perfekt hin, heißt ich weiß ob die Szenen zu dem passen was passieren muss. Ausserdem suche ich mir immer noch ’nen Schwung Songs raus die Thematisch oder emotional zum Film passen. Die Liste für den Film findet ihr hier

Als nächstes kommen dann die Charaktere dran, die müssen nun ausgearbeitet werden.

Landflucht

So Kinners, ich bin ma zwei Wochen wech.Bin im Land der Wikinger, mit den Singvøgeln ihren Albumdreh zu filmen. Singvøgel? Ja, genau. Die Band für die ich auch schon das DeaDia Video produziert habe.

Also schön ein wenig mit mit den coolen Vogelmenschen (Singvøgel, Ingo Vogelmann) auf Rømø abhängen, Mukke, Video, allet geil. Nur Sonne. Aber irgendwas ist ja immer. Aber ich seh das locker. Und timelapse auch mal ein paar Kühe. Und boah ist das ruhig hier!

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Ich meld mich dann zurück wenn ich wieder im Lande bin.

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Berlyn2089-CoverWährend dem FAWM habe ich, neben dem 18 Songs umfassenden Album „World Wide Urban“, bei dem ich bei Lied Nummer 15 bin, noch ein paar Kleine Songs gebaut die nichts mit dem Thema zu tun haben. Ausserdem sind sie auch Thematisch ein wenig anders ausgerichtet. Während sich „WWU“mit Urban plus Worldmusic plus Verzerrer umschreiben lässt liegt der Schwerpunkt hier bei Technoiden Sounds, gepaart mit Dubstep als Kontrast.

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Bis dato sind es drei Songs, ich werde aber die nächsten Monate daran arbeiten und immer mal neue Songs hoch laden. Das ganze gehört zu nem Medienmischmasch von dem ich euch hier später auch noch mal mehr erzählen werde. Es sei nur gesagt, es hat mit Cyberpunk, Videospiel, Film, Musik und Texten zu tun 🙂

Dea Dia Teaser

Ich schreib hier ja selten was über meine Arbeit. Was wohl auch daran liegt das ich neben der Arbeit an der Wöchentlichen Sendung „Elektrischer Reporter“ zu nicht viel komme. Ich habe zwar die Zeit gefunden einen Horrorfilm zu drehen (in der Sommerpause), um ihn zu schneiden brauch ich aber noch mal so eine. Ausserdem habe ich eine Serie für’s Internet produziert. Wenn ihr auf Gun-Fu BLoodOperas steht sei euch hiermit „redliquid blues“ and Herz gelegt.

Ich habe also noch nicht mal Zeit meine Sachen fertig zu schneiden. So wundert es mich um so mehr (ja, mich, richtig gelesen) das ich doch zugesagt habe für die Singvoegel ein“kleines“ Video zu produzieren. Liegt wohl daran das die alle drei recht knorke und abgefahren coole Säue sind. Oder so 🙂

Das Video ist so um die Acht Minuten lang und ich stecke gerade in den letzten Special FX Szenen dafür. Da die Singvoegel aber nicht nur knorke und cool sind, sondern auch beliebt und bekannt, schießt ihr Kickstarter Pledge-Thingie gerade durch das Dach. Noch 29 Tage und schon 96%. Als goodie haben die Pledger schon bei 75% einen Teaser des Videos zu sehen bekommen, der nun auch seinen Weg ins offene Netz gefunden hat.

Lange Rede kurzer Sinn, guckst du hier:

Musikvideodreh Singvøgel

Argh, mir tut alles Weh. Muskelkater in den Armen (vom Kamerakran), im Nacken (vom Gini Rig), in den Beinen (vom alles in die 2. Etage der Location schleppen). Aber cool ists gewesen. Hammer Location die Ingo Vogelmann da aufgetan hat.

Also schnell alles in den zweiten Stock geschleppt, Instrumente und Equipment aufgebaut und ein paar Stunden die Band gefilmt. Gegen Mittag kam dann auch die Hauptdarstellerin und wir haben die Spielszenen gedreht.
alles in allem ist der Dreh super gelaufen und innerhalb von 10 Stunden hatten wir alle Real-Aufnahmen für das Video im Kasten. Das schneid ich jetzt erst mal, und dann wird der Rest des Videos mit Animationen gerockt. Man darf gespannt sein.

Singvøgel Video Script: 50% done, 50% planned

Woa, das ist echt ein Brecher das Video. 8 Minuten dauert der Song Dea Dia der Singvøgel. Und diese 8 Minuten wollen bebildert werden. Und Da ich ja sowieso immer nix zu tun habe schreib ich mir gerade einen Klops nach dem nächsten ins Skript. Die ersten 3 Minuten, also das Intro, wird mit einer Mischung aus Timelapses, Zeitlupenaufnamen, Slideraufnahmen, Steadycamfahrten und ähnlichem bebildert. Und dann fängt das Lied ja erst an. Mehrere Schauspielszenen, Eine fette Effektszene, dann Schauspielszenen mit Effekten, danach dann noch ne fettere Effektszene und so weiter. Ich glaube ab heute fahre ich fast jeden Tag noch ein wenig für das Video filmen. Kleines Kit, Slider, Zwei Fotostative, Timelapse-Kamera, Zeitlupenkamera, zwei Zoomobjektive, ggf noch ein paar Lichter. Und dann gehts los. Ick freu mir.

Für die Singvögel hab ich übrigens schon mal ein Video zusammen geklöppelt. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Ich hatte imho ne Woche Zeit mir ein Skript aus zu denken, Leute zu suchen die mit machen, konnte nur bei einem Konzert ein wenig von der Band filmen. … Und das da oben ist das Ergebniss: